Ankunft der KHG-Reisegruppe in Ilembula

Gestern ging es ganz früh und sogar relativ pünktlich los von der Ruaha Hilltop Lodge. Den Berg runter und die ganze Sandpiste mit unserem Bus, den wir liebevoll Dieter getauft haben, zurück nach Iringa. Dank unseres tollen Busfahrers wurden wir auch nicht allzu sehr durchgeschüttelt. Mittagspause konnten wir in einem Aufforstungsgelände machen. Obwohl die Busfahrt die anstrengendste und längste war, haben wir sie schließlich alle gut überstanden.

In Ilembula wurden wir wunderschön empfangen. Alle haben uns mit Palmwendeln zugewunken und gesungen. Es hat sich angefühlt wie die Ankunft Jesu in Jerusalem. Anschließend wurde ein kurzer Gottesdienst abgehalten, in dem sich alle ausführlich auf Kiswahili vorgestellt haben. Es ist unglaublich, wie nett und freundlich alle sind und wie herzlich wir aufgenommen werden.

Von den Unterkünften waren nicht alle sofort begeistert. Bei einigen haben wärmere Decken gefehlt und die Moskitonetze hatten teilweise Löcher. Mit allseitiger Unterstützung konnten wir aber die Probleme lösen. Nach einem leckeren Abendessen hatten wir das Bedürfnis, uns nach der langen Busfahrt nochmal auszutoben, deshalb haben wir uns gedehnt und verrückte Tänze, wie das Fliegerlied, getanzt und gesungen. Müde fielen wir dann in unsere Betten.

Trotz lauter Glocken und Gesänge vom Gottesdienst am frühen Morgen waren alle am nächsten Tag relativ ausgeschlafen. Nach einer Vorstellungsrunde mit unseren Gastgebern haben wir die Papayafarm der Gemeinde besichtigt, die erst kürzlich angelegt wurde. Es war interessant zu sehen, wie es gelingt, trotz des wenigen Wassers die ganzen Pflanzen zu bewässern; allerdings war es in der Sonne wirklich sehr heiß.

Am Nachmittag sind wir alle in die Stadt gegangen, um nach Stoffen für Kleidung zu schauen. Viele von uns haben schon wunderschöne Stoffe gefunden, die wir auch schon zu einer Schneiderin gebracht haben, die sich bemüht, all unsere Wünsche zu erfüllen. Die Stimmung in der Straße mit den Läden war sehr friedlich und angenehm. Zwischenzeitlich gab es Anspannungen, da ein Junge ziemlich stark gebettelt hat und für viele war die Situation unangenehm, da er wirklich sehr aufdringlich war. Später haben wir erfahren, dass er stadtbekannt und auch geistig beeinträchtigt ist.

Als wir vom Markt zurückkamen wurden wir herzlich von tansanischen Kindern empfangen, die auf uns zugerannt kamen, um uns zu umarmen. Anschließend haben wir noch mit den Kindern Fußball mit einer Plastikflasche gespielt, was eine wunderbare Erfahrung war. Auch vor dem Abendessen wollten die Kinder immer wieder umarmt und abgeklatscht werden.

Abends haben wir uns noch alle zusammen in einen Gemeinschaftsraum gesetzt, wo wir Spiele gespielt und gemeinsam gesungen haben. Nach einer abschließenden Reflexionsrunde sind alle nach und nach ins Bett gegangen.  

Der gesamte Tag war wunderschön und wir freuen uns sehr jetzt auch mehr mit den Einheimischen im Kontakt sein zu können. (Emma Petzold)